Dieselgate – Klage gegen die Volkswagen AG

Unsere Kanzlei brachte am 25.11.2015 eine Klage eines steirischen VW-Kunden gegen die Volkswagen AG ein.

Die Abgasmanipulationen seitens der Volkswagen AG beim Motor EA 189 sind aufgrund zahlreicher Medienberichte bekannt. Ebenso bekannt ist, dass der Generalimporteur in Österreich, die Porsche Austria GmbH & CO OG, eine Reparatur der betroffenen Fahrzeuge in Aussicht stellt.

Schaden

Auf welche Weise die Reparaturen der betroffenen Fahrzeuge tatsächlich durchgeführt werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt. Es ist davon auszugehen, dass eine Reparatur allein durch Anpassung der Software des Datenstandes der Motorsteuerung nicht ohne weiteres möglich ist. Wäre dies möglich, wären Manipulationen von vorneherein kaum vorgenommen worden. Es ist davon auszugehen, dass im Falle einer alleinigen Anpassung der Software der Motorsteuerung die Fahrbarkeit des Fahrzeuges beeinträchtigt wird, nämlich dahingehend, dass das Drehmoment, die Beschleunigung, das Ansprechverhalten des Motors und die Agilität verringert werden. Auch eine Erhöhung des Verbrauchs oder eine Erhöhung der Belastung des Motors und der damit verbundenen Verringerung der Lebensdauer ist möglich.

Es stehen auch hardware-technische Anpassungen im Raum. Zusätzliche Hardware führt mittel- bis langfristig auch zu höheren Service- bzw. Reparaturkosten der Fahrzeuge.

Weiters ist davon auszugehen, dass sich der Wiederverkaufswert des Fahrzeuges verringert.

Verjährung und Klage

Auf Grund dieser Faktoren ist der Eintritt eines Schadens auch im Falle der den österreichischen Fahrzeughaltern angekündigten Reparatur seitens der Porsche Austria GmbH & CO OG als sehr wahrscheinlich anzunehmen. Die Höhe des tatsächlichen Schadens lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt selbstverständlich nicht abschätzen. Ebenso wenig ist bekannt, bis wann die Reparaturen vorgenommen werden und bis wann der konkrete Schaden bekannt ist.

Um die Haftung der Volkswagen AG für die Schäden aufgrund der Abgasmanipulationen gerichtlich festzustellen und die Verjährung der Schadenersatzansprüche unseres Mandanten hintanzuhalten, brachten wir daher eine Feststellungsklage in Graz ein.

Die nächsten Schritte

Die Grasch + Krachler Rechtsanwälte OG prüft derzeit Ansprüche weiterer österreichischer Kunden der Marken VW, Audi, Seat und Skoda gegen den Volkswagenkonzern.

Informationen der Volkswagen AG

Presselinks:

derStandard

Kleine Zeitung

Tiroler Tageszeitung

Kronen Zeitung